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Aktuelles




CBB-Studientag mündete in eine „Unteröwisheimer Erklärung“
Badische Pfarrer wünschen sich eine geistliche Erneuerung ihrer Landeskirche
KRAICHTAL. Eine grundlegende geistliche Erneuerung ihrer Landeskirche wünschen sich auch badische Pfarrer. Mehr als 30 von ihnen trafen sich am 22. Juni 2013 auf Einladung der „Christus-Bewegung Baden“ (CBB) im CVJM-Zentrum in Unteröwisheim (Kraichtal bei Bretten) zu einem ersten Austausch über ihre Sorgen und Fragen zum Kurs der Landeskirche. Weitere 30 bekundeten ihr Interesse an dem Treffen, waren aber dienstlich verhindert zu kommen. Nach der Begrüßung durch Vorstandsmitglied Pfr. Joachim Heußer (Sinsheim), der das Treffen moderierte, ermutigte Pfarrer Thomas Hilsberg aus Radolfzell (CBB-Vorstandsmitglied, links im Bild) die Anwesenden in einer Andacht über Hebräer 10, 35 („Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat“), angesichts der Entwicklungen in der Kirche nicht zu resignieren, sondern dem wiederkommenden Christus zu vertrauen. Der Richter und Retter der Welt stehe seinen Boten und Zeugen schon heute zur Seite. Weil Jesus den Sieg bereits errungen habe, seien „unsere Kämpfe heute“ nur noch „Nachhutgefechte“, betonte Hilsberg. Es gebe keinen Grund, vergangenen Zeiten jammernd nachzutrauern.

In seinem Impuls-Referat „Zeitansage – Wo stehen wir in unserer Kirche heute?“ wies der CBB-Vorsitzende Pfr. Hermann Traub (Kraichtal, rechts im Bild) darauf hin, dass die gegenwärtigen Herausforderungen in der Kirche nur gemeinsam bewältigt werden könnten. Er bedauerte, dass viele Pfarrer durch das moderne Kirchenmanagement heute so überlastet sind, dass ihnen keine Zeit und Kraft mehr bleibt für die missionarische Gemeindearbeit. Traub zählte zunächst zahlreiche erfreuliche Entwicklungen in missionarisch gesinnten Gemeinden, Gemeinschaften und Jugendgruppen auf. Etwa zehn bis zwanzig Prozent der badischen Kirchengemeinden hätten ihre Wurzeln in der alten oder neueren Erweckungsgeschichte und wollten darum heute „lebendige Gemeinde leben und bauen“. Sie seien entsetzt über den theologisch-ethischen Kurs ihrer Kirchenleitung, über die destruktive Kritik an der Bibel und die neue Interpretation ihrer Aussagen durch führende Amtsträger. Traub: „Das Verlassen der gültigen biblischen Wahrheit hat sofort auch ethische Konsequenzen.“ Das Pfarrertreffen in Unteröwisheim sei notwendig geworden, weil die gegenwärtigen Herausforderungen in der Kirche durch keine der evangelikal geprägten Gruppierung allein bewältigt werden könne.



Drei anstehende Aufgaben nannte Hermann Traub: 1. Wir brauchen eine neue Diskussion über die theologischen Grundlagen unserer Kirche. 2. Wir brauchen mutige missionarische Schritte, wenn unsere Kirche nicht „zerbröseln“ soll. 3. Kirchenpolitische Entscheidungen müssen wieder an die Gemeinden gebunden werden. Traub: Darüber wollen wir von der CBB mit Ihnen ins Gespräch kommen, denn da ist viel Potential heute unter uns!“. Traub rief dazu auf, gemeinsam die Stimme zu erheben und für das Evangelium zu kämpfen. Nach intensiven Gruppengesprächen (siehe Fotos) und einer Plenardiskussion wurde am Ende der Tagung eine sogenannte „Unteröwisheimer Erklärung“ verabschiedet, die auch der Präsidentin der Landessynode, dem badischen Landesbischof und dem Oberkirchenrat in Karlsruhe zugeleitet wurde, ferner dem Ev. Pressedienst (epd-südwest) und der Ev. Nachrichtenagentur idea. (Martin Kugele - 24. Juni 2013)

Link zur „Unteröwisheimer Erklärung“ badischer Theologen
idea-Meldung über das badische Pfarrertreffen in Unteröwisheim
Bericht der „Pforzheimer Zeitung“ über die „Unteröwisheimer Erklärung“
Link zur Unteröwisheimer Erklärung zum Unterschreiben mit Freunden und Bekannten:
www.bb-baden.de/pdf/Uoe-Erklaerung.pdf (Rücksendung bitte an Pfr. Hermann Traub,
Südhangstraße 17, 76703 Kraichtal, oder per E-Mail an traub@cidnet.de)




Badische Gemeinden entsetzt über das Kirchenpapier zu Ehe und Familie
BRETTEN. Entsetzen auch in badischen Gemeinden hat die vom Rat der Ev. Kirche in Deutschland (EKD) herausgegebene Orientierungshilfe zu Ehe und Familie, die dem Verständnis der Ehe als göttliche Stiftung den Abschied gibt. Unter dem Titel „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ ist sie vom Rat, dem auch der badische Landesbischof angehört, am 19. Juni veröffentlicht worden. Die Öffnung für die Sicht des Zeitgeistes wird begründet mit einer neuen Interpretation biblischer Aussagen. Der Anerkennung auch gleichgeschlechtlicher Partner mit Kindern als Familie steht in dieser „Orientierung“ eine auffällige Abwertung sogenannter „bürgerlicher Ehe- und Familienverständnisse“ gegenüber. Das normative Verständnis der Ehe als göttliche oder „natürliche Schöpfungsordnung“ wird dagegen verworfen. Begründung: Eine neue Sicht der biblischen Aussagen im Schöpfungsbericht und im Alten Testament. Nach diesem neuen Bibelverständnis der Kirchenleitung hat die Ehe keinen Leitbildcharakter (mehr). Verbindlich geführte Partnerschaften von Schwulen und Lesben müssten aufgrund dieser Sicht gleichwertig von der Kirche anerkannt und auf Wunsch auch gesegnet werden. Auf konservative Christen, die am reformatorischen Bekenntnis zur Bibel festhalten, will der Rat der EKD keine Rücksicht mehr nehmen, hieß es vor der Presse. In dem Papier werde die Ehe theologisch abgewertet, heißt es auch in einer Stellungnahme der Pietisten in Württemberg. „Das Ideal der bürgerlichen Familie ist das Feindbild, an dem sich die EKD abarbeitet“, so Pfarrer Steffen Kern (Apis). In einer Stellungnahme der Deutschen Ev. Allianz heißt es, der Orientierungshilfe fehle die „biblische Fundamentierung“. Deshalb werde sie dem Anspruch nicht gerecht, „evangelische Orientierung“ zu bieten. Vielmehr werde eine „Anpassung an gesellschaftliche Entwicklungen“ deutlich. Im Blick auf die biblisch-theologischen Grundlagen weise sie „gravierende Mängel“ auf „trotz der vollmundigen Behauptung, dass hier eine normative Orientierung am Evangelium geleistet werde“. So werde aus der schöpfungsgemäßen Polarität von Mann und Frau die allgemeine „Angewiesenheit auf ein Gegenüber“. Biblische Stellen, die von „zärtlichen Beziehungen zwischen Männern“ sprächen – ohne Textbeleg –, dienten „zur Relativierung der biblischen Aussagen über praktizierte Homosexualität als Sünde“. Man müsse ernsthaft fragen, ob die Ev. Kirche „mit dieser durchgehend spürbaren Abwertung der Ehe“ in den derzeitigen gesellschaftlichen Diskussionen politisch verantwortlich handele. (MK - 24. Juni 2013)

Landesbischof Ulrich Fischer verteidigt das EKD-Familienpapier im Internet
KARLSRUHE. Der badische Landesbischof Ulrich Fischer, Mitglied im Rat der Ev. Kirche in Deutschland (EKD), hat die EKD-Orientierungshilfe zu Ehe und Familie im Internet der Landeskirche (www.ekiba.de) verteidigt und nennt sie eine „Werbung, Mut zu haben zur Familie, Mut zu haben, Verantwortung zu übernehmen in der Familie, Mut zu haben, Kinder zu bekommen und Familie zu gründen“. Die Kritiker der EKD-Orientierungshilfe zu Ehe und Familie hätten nicht richtig gelesen, sagt Fischer in einem (inzwischen ins Archiv gestellten) Video-Beitrag. Das Papier sei ausgewogen formuliert (nötig für die heutige Zeit) und wende sich nicht gegen die bürgerliche Ehe. Für ihn, der hinter diesem Papier steht, haben Autoren nicht so schlecht geschrieben, wie es dargestellt werde. -- Anders reagierte der württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July. Für ihn wird die Bedeutung der klassischen Familie zu wenig geachtet. Der institutionelle Aspekt der Ehe werde „fast lautlos aufgegeben“, heißt es in seiner Stellungnahme, etwa durch die Bemerkung, er entspreche nicht der Breite des biblischen Zeugnisses. Auch das Ziel der lebenslangen Treue dürfe nicht preisgegeben werden. Sie werde von der ewigen Treue Gottes zu den Menschen abgeleitet. Das vielfache Scheitern streiche dieses Ziel nicht aus. July bezweifelt, ob das Verfahren zur Entstehung dieser „Orientierungshilfe“ sachgerecht war. Angemessener wäre ein ausführlicher Konsultationsprozess unter Beteiligung von Landeskirchen, Synoden und Kirchengemeinderäten gewesen. (MK/idea - 25. Juni 2013)

Link zur Orientierungshilfe des Rates der EKD zu Ehe und Familie:
www.ekd.de/EKD-Texte/orientierungshilfe-familie/familie_als_verlaessliche_gemeinschaft.html

Stellungnahme von Peter Hahne:
www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/die-kirche-surft-sich-endgueltig-ins-abseits.html

18 Jahre habe ich im EKD-Rat erlebt, wie (meist) um jede Denk(!)-Schrift gerungen wurde, wie Bischöfe die Bekenntnisse bemühten und theologische Koryphäen von Eberhard Jüngel bis Richard Schröder den Verstand. Diese sogenannte Orientierungshilfe (!!) wäre in meinen drei Ratsperioden völlig unmöglich gewesen, dessen bin ich mir sicher. Man hat Erbarmen mit den Regenwäldern, die für dieses „Papier“ sterben mussten. Es ist nicht nur ein Beispiel für geistliche Substanzlosigkeit, sondern auch für geistige Schwäche. Auf welch unterstes Niveau begibt sich der Rat als oberste EKD-Leitung, solch ein trendiges Mode-Allerlei durchzuwinken? Von absegnen wird man da wohl nicht sprechen können. Auf den Wanderdünen dieses Zeitgeistes surft sich die Kirche endgültig ins Abseits und hat es final geschafft, von niemandem mehr ernst genommen zu werden. Die vernichtenden Kommentare der „weltlichen“ Presse sprechen eine eindeutige Sprache, aus dem Vatikan ist Verachtung zu hören. Ein Zettelkasten des Flachsinns voller banaler Beliebigkeiten aus dem Betroffenheits-Stuhlkreis – was für ein Start ins Lutherjubiläum!
Peter Hahne (Berlin), 1991-2009 Mitglied im Rat der EKD, in einem Leserbrief


Der Regensburger Bischof Voderholzer zur Orientierungsschrift der EKD:
Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernst genommen wird?

Die EKD erhält inzwischen ein vernichtendes Presse-Echo:
www.cicero.de/salon/evangelische-familienbroschuere-schwafelkirche-selbstaufloesung/54868



Unser Faltblatt „Chancen sehen“ informiert über die Kirchwahlen 2013
PFORZHEIM. Zu den Kirchenwahlen im Herbst diesen Jahres haben wir als „Christus-Bewegung Baden“ einen informativen Flyer mit dem Titel „Chancen sehen“ herausgebracht, der auf die Bedeutung des Ältestenamtes und der Wahlen am 1. Dezember in Baden und Württemberg hinweist. Unsere Bewegung ruft zur Mitverantwortung in den Gemeinden auf und bittet darum, für diese Wahlen auch zu kandidieren. Ansichtsexemplare können im Sekretariat der Christus-Bewegung angefordert werden: Ilona Novak, Uhlandstraße 18, 75210 Keltern, E-Mail: dittes-galvanik@t-online.de. Gerne versenden wir auch Faltblätter in größerer Stückzahl zum Weitergeben.
In dem Flyer heißt es unter anderem: Wir haben (noch) eine Zeit offener Türen für die beste Nachricht aller Zeiten - für das Evangelium von Jesus Christus. Mit Leidenschaft und Freude soll dies Evangelium mit den Möglichkeiten unserer Zeit Menschen aller Kulturen erreichen, die in unserem Land Heimat gefunden haben ... Wenn Sie glauben, dass ein lebendiger Gott eine lebendige Gemeinde will, dann investieren Sie Hoffnung in unsere Evangelische Kirche durch Beteiligung ... an der Ausbreitung des Wortes Gottes, wie wir es in der Reformation neu geschenkt bekommen haben und wie es als gültiges, verbindliches Wort Gottes heute Menschen neu erfassen kann. Link zur Ansicht des Flyers: www.bb-baden.de/pdf/BB.KiWahl13.pdf. (MK - 19. Juni 2013)









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